Cannstatter Stolperstein-Initiative

Karl Munder: "Verlegt" nach Grafeneck

Karl Munder war eines der weit über 10 000 Opfer, die der NS-“Euthanasie” in Grafeneck zum Opfer fielen. Sie sollten nach dem Willen der NS-Täter vollständigem Vergessen anheim gegeben werden.
Am 12. Dezember 1866 in Stuttgart geboren, musste Karl Munder sich mit 43 Jahren erstmals nach Winnental in Behandlung begeben. Weitere, teils langjährige Aufenthalte im Stuttgarter Bürgerhospital und in Winnental folgten. Von dort, wo er zuletzt seit 1929 lebte, wurde er am 3. Juni 1940 nach Grafeneck “verlegt” und am selben Tag im Gas erstickt. Ein Stolperstein in der Badstraße (beim Überweg zur Wilhelmsbrücke) erinnert an sein Schicksal.

Karl Kübler spricht für die Stadt Stuttgart.Musikalische Begleitung Klaus Kusserow.

Badstraße 60, Stolperstein verlegt am 9. Oktober 2010.


© Text: Rainer Redies, Cannstatter Stolperstein-Initiative
© Bilder: Anke Redies

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