Cannstatter Stolperstein-Initiative

Berta Grau - "Verlegt" nach Grafeneck

Einflussreiche Fürsprecher haben die Opfer der NS-„Euthanasie“ nicht gefunden. Wäre es zu einer „Wiedergutmachung“ auch für die zweitgrößte Opfergruppe des rassenideologisch motivierten Mordens gekommen, wären vielleicht Akten mit Hinweisen auf die Biografie der Opfer entstanden. So aber sind nicht einmal alle Opfer bekannt und macht es Mühe, wenigstens die Lebensdaten deren zu ermitteln, auf deren Spuren die Forschung stößt. Ausrotten und dem Vergessen anheim geben, hieß das Ziel der NS-Täter. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, steht im Grundgesetz. Berta Grau ist das Grundrecht auf Leben genommen worden. Ihr Stolperstein soll daran und an die menschliche Hybris erinnern.
Schmidener Straße 152, Stolperstein verlegt am 15. September 2015

© Text: Rainer Redies, Cannstatter Stolperstein-Initiative
© Bild: Anke Redies, Cannstatter Stolperstein-Initiative

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