Cannstatter Stolperstein-Initiative

Carl Frey: "Verlegt" nach Grafeneck

Einflussreiche Fürsprecher haben die Opfer der NS-„Euthanasie“ nicht gefunden. Wäre es zu einer „Wiedergutmachung“ auch für die zweitgrößte Opfergruppe des rassenideologisch motivierten Mordens gekommen, wären vielleicht Akten mit Hinweisen auf die Biografie der Opfer entstanden. So aber sind nicht einmal alle Opfer bekannt und macht es Mühe, wenigstens die Lebensdaten deren zu ermitteln, auf deren Spuren die Forschung stößt. Ausrotten und dem Vergessen anheim geben, hieß das Ziel der NS-Täter. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, steht im Grundgesetz. Carl Frey ist das Grundrecht auf Leben genommen worden. Ihr Stolperstein soll daran und an die menschliche Hybris erinnern.

Carl Frey, undatiert
Ihmlingstraße 40, Stolperstein verlegt am 25. November 2014.

© Text: Rainer Redies, Cannstatter Stolperstein-Initiative
© Bild: Anke Redies, Cannstatter Stolperstein-Initiative

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage soll automatisierten Spam verhindern und überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind.
Geben Sie das Ergebnis ein, als Ziffer oder ausgeschrieben.
Copyright © 2018 Anke & Rainer Redies