Cannstatter Stolperstein-Initiative

Johanna Grau: "Verlegt" nach Grafeneck

Einflussreiche Fürsprecher haben die Opfer der NS-„Euthanasie“ nicht gefunden. Wäre es zu einer „Wiedergutmachung“ auch für die zweitgrößte Opfergruppe des rassenideologisch motivierten Mordens gekommen, wären vielleicht Akten mit Hinweisen auf die Biografie der Opfer entstanden. So aber sind nicht einmal alle Opfer bekannt und macht es Mühe, wenigstens die Lebensdaten deren zu ermitteln, auf deren Spuren die Forschung stößt. Ausrotten und dem Vergessen anheim geben, hieß das Ziel der der NS-Täter. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, steht im Grundgesetz. Luise Bernhardine Bauer ist das Grundrecht auf Leben genommen worden. Ihr Stolperstein soll daran und an die menschliche Hybris erinnern.


Mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern haben auch Bad Cannstatts neuer Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler und Stadträtin Marita Gröber an dieser
16. Cannstatter Stolperstein-Verlegung teilgenommen.
Mit Lesungen und einer bewegenden musikalischen Einlage gaben behinderte Menschen des „Haus Clemens von Galen“ dieser Verlegung einen besonders eindrucksvollen Verlauf.

Hofener Straße 84a, Stolperstein verlegt am 17. Mai 2014.

© Text: Rainer Redies, Cannstatter Stolpersteininitiative
© Foto: Anke Redies, Petra Siebholz

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