Cannstatter Stolperstein-Initiative

Karl Günther Schmidt: Kaum gelebt, schon ermordet

Karl Günther Schmidt, am 7. Juni 1925 in Cannstatt geboren, zählt zu den mehr als 50 Cannstatter Euthanasieopfern, die von den NS-Tätern als “Ballastexistenzen” angesehen und “ausgemerzt” werden sollten. Er hat die letzten zwei Jahre seines Lebens in der Diakonie Stetten gelebt und wurde von dort am 30. Oktober 1940 “verlegt”, was einem Todesurteil gleichkam. Mit nur 15 Jahren wurde Karl Günther in einem der berüchtigten grauen Busse nach Grafeneck verbracht und dort am selben Tag qualvoll vergast. Nach dem Willen der Täter sollte er vollständig vergessen werden, jedoch erinnert seit dem Jahre 2010 in der Bochumer Straße, wo seine Familie lebte, ein Stolperstein an ihn.Bochumer Straße 9, Stolperstein verlegt am 9. Oktober 2010.

© Text: Rainer Redies, Cannstatter Stolperstein-Initiative
© Bild: Anke Redies

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