Cannstatter Stolperstein-Initiative

Willy Mundinger: "Verlegt" nach Grafeneck

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Einflussreiche Fürsprecher haben die Opfer der NS-„Euthanasie“ nicht gefunden. Wäre es zu einer „Wiedergutmachung“ auch für die zweitgrößte Opfergruppe des rassenideologisch motivierten Mordens gekommen, wären vielleicht Akten mit Hinweisen auf die Biografie der Opfer entstanden. So aber sind nicht einmal alle Opfer bekannt und macht es Mühe, wenigstens die Lebensdaten deren zu ermitteln, auf deren Spuren die Forschung stößt. Ausrotten und dem Vergessen anheim geben, hieß das Ziel der der NS-Täter. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, steht im Grundgesetz. Willy Mundinger ist das Grundrecht auf Leben genommen worden. Sein Stolperstein soll daran und an die menschliche Hybris erinnern.


Mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern haben auch Bad Cannstatts neuer Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler und Stadträtin Marita Gröber an dieser
16. Cannstatter Stolperstein-Verlegung teilgenommen.
Mit Lesungen und einer bewegenden musikalischen Einlage gaben behinderte Menschen des „Haus Clemens von Galen“ dieser Verlegung einen besonders eindrucksvollen Verlauf.

Niedernauer Straße 12, Stolperstein verlegt am 17. Mai 2014.

© Text: Rainer Redies, Cannstatter Stolpersteininitiative
© Foto: Anke Redies, Petra Siebholz

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